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„Hula-Hoop“- Training in der Rückbildung macht schnell einen flachen Bauch! Märchen oder Tatsache?

Eigentlich ist Hula-Hoop eine uralte Form von Tanz. Aktuell hat es der Hula-Hoop-Reifen zu einem großen Comeback geschafft.

Anhand einer Studie wurde herausgefunden, dass ein sechswöchiges Hula-Hoop-Training, bei welchem täglich rund 13 Minuten „gehula-hoopt“ wird, den Taillenumfang sowie das Bauchfett reduziert. Außerdem wird die Rumpfmuskulatur durch das Hula-Hoop-Training gestärkt.

Vor allem dem Bauchfettgewebe gibt man die Schuld für metabolische Erkrankungen. Es ist verantwortlich für verschiedene Krebsarten wie zum Beispiel den Brustkrebs.

Allgemein kann man sagen: Hula-Hoop-Training mit gewichteten „Hula-Hoop“-Reifen reduziert das Bauchfett. Daher finden weniger entzündliche Reaktionen im Körper statt, was wiederum ein verringertes Krebsrisiko bedeutet.


Hula-Hoop-Training senkt außerdem das LDL (schlechte) Cholesterin. Möchte man allerdings das HDL (gutes) Cholesterin erhöhen, positiv an seinen Triglyceriden arbeiten oder das kardiovaskuläre Risiko senken, ist man mit einem „Walk“ besser bedient.

Zusammenfassend ist also das „Hula-Hoop“-Training v.a. für Personen ideal, welche Bauchfett reduzieren und einen strafferen Körper bekommen möchten.

Leider gibt es aktuell kaum bis keine Studien dazu, was das Hula-Hoop-Training in Bezug auf den Beckenboden bewirkt.


Meine persönlichen Gedanken dazu:


Wie können wiederholte Minitraumen, die beim Aufprall auf die geschwächte und überdehnte Muskulatur passieren, gut für einen Körper sein? Dieser ist nach der Geburt erstmal damit beschäftigt, zurück in die Normalität zu finden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Frauen beim Hula-Hoop-Training eher in eine Pressatmung verfallen. Dadurch erhöht sich der intraabdominelle Druck, also der Druck im Bauchraum. Ist der Beckenboden noch geschwächt oder besteht eine Rectusdiastase, wird die Symptomatik eher verschlechtert als verbessert.

Zudem ist der Hormonhaushalt stark verändert und der Körper einer stillenden Frau enthält noch massig Prolaktin (wichtig für die Milchproduktion) und Oxytocin (Kuschelhormon).

Für mich stellt sich der positive Effekt des Hula-Hoop bei jungen Müttern schnell als Trugschluss heraus. Lassen wir doch den Körper nach der Geburt erholen, denn er weiß genau, was zu tun ist.

Mein Fazit: Hände weg vom „Hula-Hoop“-Training mit gewichteten Reifen. Mindestens während der Stillzeit bzw. so lange, bis die Beckenboden- und Bauchmuskulatur wieder in Ordnung ist und funktionell arbeiten kann. Danach ist „hula-hoopen“ sicher ein gutes „Core-Training“.


Finde hier mehr Informationen zur Autorin des Beitrags Margit Haag, Physiotherapeutin: https://margit-haag.at

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