Isst du genug? Das RED-S: relative energy deficiency in sports
verfasst von Elisabeth Yezbek
Relative Energy Deficiency in Sports (RED-S) ist ein Syndrom, das auf ein Ungleichgewicht zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch hinweist. Es beeinflusst nicht nur die sportliche Leistung, sondern hat auch weitreichende gesundheitliche Konsequenzen.
Besonders interessant ist der Zusammenhang von RED-S mit der postpartalen Phase bei Frauen*, die sowohl sportlich aktiv sind als auch kürzlich ein Kind geboren haben.
Typische Symptome und Auswirkungen
Die Symptome von RED-S können vielfältig sein und schließen Dysfunktionen im Hormonbereich, der Knochendichte, des Immunsystems, der Proteinsynthese, des cardiovaskulären Systems und der metabolischen Rate ein. Langfristig kann RED-S zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, darunter Osteoporose und Unfruchtbarkeit.
RED-S nach einer Geburt
Die postpartale Phase ist eine prägende Zeit für Frauen*, da der Körper sich von der Schwangerschaft und Geburt erholt. Gleichzeitig ist es wichtig zu betonen, dass systematisch aufgebaute sportliche Aktivität viele positive Effekte auf die körperliche und seelische Gesundheit hat.
Gerade in der Zeit nach Geburt(en) ist es aber von besonderer Bedeutung, ein Gleichgewicht zwischen Kalorienaufnahme und Energieverbrauch zu halten.
Gerade nach Geburt(en) entstehen besondere Bedingungen:
erhöhter Energiebedarf während der Stillzeit
Ein Energiedefizit kann die Rückkehr des Menstruationszyklus verzögern
die Knochengesundheit hängt stark davon ab, ob genug “Bausteine” über die Nahrung zugeführt werden
häufig besteht der Wunsch, das Mehrgewicht nach einer Geburt schnellstmöglich wieder loswerden zu wollen. Gerade in der Stillzeit ist es nicht schlecht, ein paar Energiereserven zu haben, auf die der Körper zurückgreifen kann.
schlechter Schlaf und psychische Belastung können negativ dazu beitragen.
Prävention und Management
Die Prävention von RED-S erfordert eine ausgewogene Ernährung, die den erhöhten Energiebedürfnissen während der postpartalen Phase gerecht wird. Sportler*innen sollten eng mit Ernährungs- und Gesundheitsexpert*innen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass sie genügend Nahrung und Nährstoffe erhalten.
Regelmäßige medizinische Untersuchungen können helfen, frühe Anzeichen von RED-S zu erkennen. Bei Verdacht auf RED-S sollte das Trainingsprogramm angepasst und gegebenenfalls reduziert werden, bis ein gesundes Gleichgewicht wiederhergestellt ist.



