Wie führe ich ein Aufklärungsgespräch?
- vor 10 Stunden
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verfasst von Tamara Felbinger
Wann und wie führe ich eigentlich ein Aufklärungsgespräch mit meinem Kind?
Setze ich mich zu einem passenden Zeitpunkt (in welchem Alter?) mit meinem Kind (und meine*r Partner*in) hin und erzähle ihm was Sexualität ist?
Verwendet man dafür ein oder mehrere Bücher?
Welche sexualpädagogischen Empfehlungen gibt es, seine Kinder aufzuklären?
ENTWARNUNG : Es braucht nicht das „Eine“, das schreckliche Aufklärungsgespräch.
Die sexuelle Entwicklung von Kindern beginnt nicht wie häufig angenommen beim Einsetzen der Pubertät, sondern bereits bei der Geburt. Aber natürlich zeigt sich die kindliche Sexualität anders als jene von Erwachsenen. Kinder lernen anhand von sensorischen Erfahrungen wie sie ihren Körper einsetzten können und welche Brührungen sie genießen und welche sie ablehnen. Sie beobachten erwachsene Vorbilder bei der Körperpflege, auf der Toilette und im Umgang mit anderen Personen. Wenn Kinder bei ihren Beobachtungen Fragen stellen über den eigenen Körper und seine Fähigkeiten und Funktionen, oder über Sexualität im Detail darf jede Frage wahrheitsgetreu und ehrlich, aber altersgerecht beantwortet werden. Ist man von einer Frage überrascht oder gar (völlig verständlich) überfordert, darf man sich für die Antwort ruhig Zeit nehmen: „Wow, danke dass du mir so eine spannende Frage stellst. Ich möchte sie dir gut beantworten und deshalb nehme ich mir ein bisschen Zeit und morgen sprechen wir darüber.“
Ich empfehle gute und spannende Kinderliteratur zur Hilfe zu nehmen:
Erbsenklein und Melonengroß (ab 4 Jahren) - Cornelia Lindner & Verena Tschemernjak
Lina die Entdeckerin (ab 4 Jahren) - Schönborn-Hotter Katharina, Sonnberger Lisa, Staffelmeier
Flo Guck mal: Wie kommt ein Baby auf die Welt? (ab 4 Jahren )- Katja Reider,
Klär mich auf: 101 echte Kinderfragen rund um ein aufregendes Thema.(ab 8 Jahren) - Katharina von der Gathen, Anke Kuhl
Wie ist das mit der Liebe? (ab 9 Jahre) - Sanderijn Van Der Doef)
Das Sprechen über Sexualität ist Prävention. Wenn wir Kinder durch Ehrlichkeit und Offenheit dabei unterstützen, ihren Körper gut zu kennen (vor allem auch die richtige Bezeichnung der Geschlechtsorgane) und einschätzen zu können (gute und schlechte Berührungen) geben wir ihnen die Kraft, sich auch selbst besser zu schützen.



